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Lebenslauf für den Wiedereinstieg nach Elternzeit

Die Elternzeit gehört als eigener Eintrag mit Zeitraum in den Lebenslauf, so wie jede andere berufliche Station auch.

Die Elternzeit trägt im Lebenslauf am besten die Bezeichnung Elternzeit, mit Start- und Enddatum, so wie jede andere Station im tabellarischen Werdegang. Eine Lücke ohne Bezeichnung fällt beim Lesen stärker auf als eine benannte Zeit, weil sie Fragen offenlässt, die eine kurze Zeile längst beantworten könnte. Bei mehreren Kindern nacheinander kann ein einzelner Eintrag über den gesamten Zeitraum stehen, mit einem Hinweis auf die Anzahl der Kinder, wenn das gewünscht ist, notwendig ist es nicht.

Die letzte Stelle vor der Elternzeit bleibt der wichtigste Anknüpfungspunkt und sollte mit denselben ausführlichen Angaben stehen wie bei einer regulären Bewerbung, einschließlich der damaligen Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Wer während der Elternzeit in Teilzeit oder auf Minijob-Basis weitergearbeitet hat, sollte das als eigene Zeile angeben, weil es zeigt, dass der fachliche Bezug zum Beruf nicht vollständig unterbrochen war.

Tätigkeiten während der Elternzeit mit Bezug zum Berufsfeld gehören in den Lebenslauf, etwa eine ehrenamtliche Position im Elternbeirat einer Kita, eine Weiterbildung in Teilzeitformat oder die Betreuung eines kleinen Projekts auf freiberuflicher Basis. Diese Angaben zeigen fachliche Kontinuität, die für den Wiedereinstieg relevant ist, weit über eine bloße Auffüllung des Zeitraums hinaus.

Fragen zur Kinderbetreuung während der Arbeitszeit oder zur gewünschten Stundenzahl gehören nicht in den Lebenslauf. Diese Themen werden im Vorstellungsgespräch besprochen, falls sie überhaupt zur Sprache kommen, und ein Arbeitgeber darf nach der Kinderbetreuung ohnehin nicht in einer Weise fragen, die Rückschlüsse auf eine Benachteiligung erlaubt. Der Lebenslauf konzentriert sich auf fachliche Eignung.

Wer während der Elternzeit gezielt Online-Kurse oder ein Selbststudium genutzt hat, um fachlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben, sollte das im Abschnitt Kenntnisse oder als kurze Zeile bei der Elternzeit vermerken. Eine solche Angabe unterscheidet den Wiedereinstieg nach aktiver Vorbereitung von einer reinen Rückkehr ohne fachliche Auffrischung und liefert ein konkretes Gesprächsthema für das Vorstellungsgespräch.

Wer nach mehreren Jahren Elternzeit den Wiedereinstieg plant, kann sich zusätzlich an die Agentur für Arbeit wenden, die für diese Situation eigene Beratungsangebote hat, unter anderem zu Weiterbildungen, die fachliche Lücken schließen. Der Wiedereinstieg gelingt in der Regel leichter, wenn zwischen der letzten Stelle und der neuen Bewerbung mindestens eine aktuelle Weiterbildung oder Tätigkeit mit Branchenbezug steht, weil sie zeigt, dass der fachliche Stand nicht mehrere Jahre alt ist.

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