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📄 Lebenslaufbox

Lebenslauf für Rechtsanwaltsfachangestellte/r schreiben

Kanzleien prüfen im Lebenslauf, mit welchen Rechtsgebieten und welcher Kanzleisoftware bereits gearbeitet wurde. Diese Vorlage zeigt, wie sich das übersichtlich darstellen lässt.

Deine Angaben

Persönliche Daten

Geburtsdatum und Geburtsort sind seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) keine Pflichtangaben mehr — beide Felder bleiben leer, wenn du sie nicht angeben möchtest.

Berufserfahrung

Formulierungshilfen für Schwerpunkte

  • Fristen und Wiedervorlagen eigenständig überwacht und dokumentiert
  • Mandantenkorrespondenz nach Vorgabe der Rechtsanwälte erstellt
  • Kostenrechnungen nach RVG erstellt und Zahlungseingänge kontrolliert
  • Gerichts- und Behördenpost bearbeitet und fristgerecht weitergeleitet
  • Aktenanlage und Aktenführung in der elektronischen Akte übernommen
  • Termine mit Gerichten, Mandanten und Gegenanwälten koordiniert
  • Zwangsvollstreckungsanträge nach Vorgabe vorbereitet

Ausbildung

Kenntnisse

Vorschau — A4

Der Lebenslauf für Rechtsanwaltsfachangestellte sollte im Abschnitt Ausbildung die dreijährige Ausbildung mit IHK-Abschluss sowie den Ausbildungsbetrieb nennen, da sich Kanzleien nach Größe und Rechtsgebiet stark unterscheiden. Eine Ausbildung in einer auf Arbeitsrecht spezialisierten Kanzlei bringt eine andere Vorerfahrung mit als eine in einer Kanzlei für Familienrecht oder Verkehrsrecht, und diese Einordnung hilft der neuen Kanzlei bei der Bewertung der Bewerbung.

Bei der Berufserfahrung ist es wichtig, die betreuten Rechtsgebiete konkret zu benennen, etwa Arbeitsrecht, Mietrecht, Familienrecht oder Verkehrsrecht, statt nur allgemein von Kanzleitätigkeit zu sprechen. Wer bereits eigenständig Fristen kontrolliert, Kostenrechnungen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz erstellt oder Zwangsvollstreckungsanträge vorbereitet hat, sollte diese Aufgaben einzeln aufführen, da die Fristenkontrolle in diesem Beruf besonderes Vertrauen voraussetzt.

Kenntnisse in der verwendeten Kanzleisoftware gehören mit Namen in den Abschnitt Kenntnisse, etwa RA-MICRO oder ein vergleichbares System, ebenso der sichere Umgang mit dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach, da der elektronische Rechtsverkehr mit den Gerichten inzwischen Standard ist. Auch Erfahrung mit der elektronischen Akte sollte erwähnt werden, wenn sie tatsächlich vorhanden ist.

Formulierungen zur Berufserfahrung wirken konkreter, wenn sie die Größe der Kanzlei nennen, etwa die Zahl der betreuten Anwälte oder ob es sich um eine Einzelkanzlei, eine Sozietät oder eine Kanzlei mit mehreren Standorten handelte. Wer bereits Mandanten telefonisch und schriftlich selbstständig betreut hat, sollte das von reiner Aktenführung abgrenzen.

Ein sicherer Umgang mit vertraulichen Mandantendaten wird in diesem Beruf vorausgesetzt und muss nicht gesondert betont werden, ein ruhiger, sachlicher Tonfall im Lebenslauf selbst vermittelt diese Eigenschaft besser als eine ausdrückliche Nennung.

Wer zusätzlich im Notariat gearbeitet hat oder die kombinierte Ausbildung zur Notarfachangestellten beziehungsweise zum Notarfachangestellten absolviert hat, sollte diese Doppelqualifikation im Lebenslauf klar herausstellen, da sie den Bewerberkreis für Kanzleien mit Notariatsabteilung deutlich erweitert. Kenntnisse im Beurkundungsverfahren, in der Führung des Urkundenverzeichnisses oder in der Grundbuchkommunikation gehören dann ebenfalls in den Abschnitt Kenntnisse.

Der Berufseinstieg gelingt in der Regel direkt nach der Ausbildung, Quereinstiege sind in diesem Beruf eher selten, da die rechtlichen und organisatorischen Abläufe sehr spezifisch sind. Wer nach der Ausbildung die Kanzlei gewechselt hat, sollte im Lebenslauf kurz benennen, warum der Wechsel erfolgte, etwa der Wunsch nach einem anderen Rechtsgebiet oder einer größeren Kanzleistruktur, da dies für die neue Kanzlei die Einordnung der bisherigen Stationen erleichtert und keine Rückfragen offen lässt.

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