Lebenslauf-Muster für Physiotherapeut/in
In der Physiotherapie zählen die staatliche Prüfung und konkrete Zusatzqualifikationen wie Manuelle Therapie. Diese Vorlage zeigt, wie sie im Lebenslauf richtig stehen.
Der Lebenslauf für die Physiotherapie steht und fällt mit der klaren Nennung der staatlichen Prüfung, denn ohne diese Zulassung darf der Beruf in Deutschland nicht ausgeübt werden. Die Ausbildung dauert an einer Berufsfachschule für Physiotherapie in der Regel drei Jahre und schließt mit der staatlichen Prüfung ab, nach der die Berufsbezeichnung staatlich geprüfte Physiotherapeutin oder staatlich geprüfter Physiotherapeut geführt werden darf. Diese Bezeichnung gehört mit Jahr und Ort der Ausbildung genau so in den Lebenslauf.
Zusatzqualifikationen entscheiden in diesem Beruf oft über die Einstellung, weil viele Praxen gezielt nach bestimmten Techniken suchen. Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage, das Bobath-Konzept für neurologische Patienten oder Kinesiotaping sind Weiterbildungen, die einzeln mit dem ausstellenden Institut und dem Jahr genannt werden sollten, statt sie unter einer allgemeinen Kenntnisliste zu verstecken. Wer sich auf ein Fachgebiet wie Sportphysiotherapie oder Pädiatrie spezialisiert hat, sollte diesen Schwerpunkt bereits in der Einleitung oder direkt im Titel der Bewerbung nennen.
Bei den Stationen der Berufserfahrung zählt die Art der Einrichtung, etwa eine orthopädische Praxis, eine Rehaklinik oder ein Krankenhaus, da sich das Patientenklientel und die eingesetzten Techniken stark unterscheiden. Konkrete Angaben wie die Anzahl der täglich behandelten Patienten oder der Schwerpunkt der Praxis, etwa Sportverletzungen oder neurologische Rehabilitation, machen die Erfahrung greifbar.
Kenntnisse in der Dokumentation nach den Vorgaben der Krankenkassen sowie im Umgang mit Abrechnungssoftware für Heilmittelverordnungen sind für den Praxisalltag relevant und werden in Stellenanzeigen häufig vorausgesetzt. Auch körperliche Belastbarkeit und der sichere Umgang mit Patienten in schmerzhaften Behandlungssituationen können knapp und sachlich erwähnt werden, ohne in Floskeln abzugleiten.
Ein aktueller Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung sowie gegebenenfalls ein Erste-Hilfe-Nachweis werden von manchen Arbeitgebern als Anlage erwartet und können im Lebenslauf unter sonstigen Qualifikationen erwähnt werden.